Vorgeschichte

Prof. Dr. Ulrich Wernery

Prof. Dr. Ulrich Wernery

Durch die Arbeit von Davids Vater Prof. Dr. Ulrich Wernery, Wissenschaftlicher Direktor im Central Veterinary Research Laboratory, einer Regierungsinstitution für veterinärmedizinische Diagnostik und Forschung im Emirat Dubai, konnte man mit steigender Tendenz erkennen, dass Tiere auf dem Obduktionstisch landen, die an Plastikaufnahme elendiglich krepiert sind. Es handelt sich um Tiere jeglicher Spezies: Kamele, Gazellen und Antilopen, Farmtiere wie Kühe und Ziegen oder auch Vögel, Schildkröten und vieles mehr.

Esel im Müll

Esel im Müll

Fast jedes Tier ist betroffen. Prof. Dr. Wernery hatte schon vor vielen Jahren damit begonnen, die Behörden auf diese Gefahr aufmerksam zu machen und er prägte den Begriff ‘Fatal Pollution’. Plastikansammlungen in den Mägen von Kamelen erreichen eine Härte wie Stein und ein Gewicht von bis zu 58 kg: die so genannten ‘gastric liths’.

Magenstein

Magenstein

Man kann sich vorstellen, was dies für die Nahrungsaufnahme und Verwertung der Nahrung bei den Tieren bedeutet. Die inneren Organe verstopfen und das Tier stirbt. Für den Tod gibt es drei Ursachen:

Einmal den Darmverschluss, zum zweiten das Verhungern der Tiere. Das Plastik im Magen akkumuliert und versteinert (bis zu 58 kg) und das Tier fühlt sich dadurch satt und frisst nicht mehr. Als drittes ist die Intoxikation = Vergiftung zu nennen. Durch den Abbau des gefressenen Plastikmülls entstehen giftige Substanzen, z.B. PCBs, die Organschäden, z.B. Leberschäden verursachen und dadurch geht das Tier ein. So verenden jedes Jahr Tausende von Tieren aller Art in der Wüste und alle drei Todesursachen sind enorm qualvoll und manchmal dauert das schmerzhafte Leiden sehr lange. Man muss bedenken, dass Tiere neugierig sind und vor allem junge Tiere schnuppern am Müll, knabbern daran und schlucken ihn schließlich hinunter um dann daran zu sterben.

Totes Tier mit Magenstein

Totes Tier mit Magenstein

In RAK gibt es ein Tal, in das die Besitzer ihre toten Tiere transportieren, von denen die meisten an Plastik gestorben sind und sie dort verrotten lassen. Erschreckend ist, wenn man diese Tierkadaver betrachtet, dass dabei immer ein Agglomerat von Plastik und nur ein paar Knochen übrig bleiben.

 

Totes Kamel im Müll

Totes Kamel im Müll

Dies sollten alle Wüstentouristen bedenken und ihren gesamten Müll wieder mitnehmen. Aber leider handeln die meisten nicht so umsichtig, sondern ihr Tun ist „careless“ und ohne Verstand. Es ist unglaublich, was alles achtlos weggeworfen wird: Plastiktüten, Plastikstricke, Teller, Gabeln, Flaschen und vieles mehr. Vor allem nach den Wochenenden schaut die Wüste aus wie ein großer Müllhaufen. So wird die Natur zerstört und die Fauna massiv dezimiert. Die ganze Wüste „vermüllt“ und das Plastik wird vom Wind kilometerweit in die Wüste hinein getragen. Und leider gibt es kein Bakterium, das Plastik abbauen kann. So dauert der Zerfall von Plastik Hunderte von Jahren. Übrig bleiben aber dann laut wissenschaftlicher Untersuchungen unsichtbare mikroskopisch kleine Kügelchen, die 1 Million Mal toxischer sind als verseuchtes Meerwasser und die von vielen Tieren aufgenommen werden und so auch in die menschliche Nahrungskette geraten.

Müll am Strand

Müll am Strand

Viele Länder, z.B. Frankreich haben die Gefährlichkeit von Plastik erkannt und haben es vielfach aus dem täglichen Leben verbannt. So wäre es doch kein Problem in den Supermärkten keine Plastiktüten mehr auszugeben, sondern auf andere Materialien zurück zu greifen. Leider ist man in den Emiraten von dieser Einstellung meilenweit entfernt. Und so hat diese Art der Umweltverschmutzung in den VAE epidemische Ausmaße angenommen.

Angeschwemmter Müll

Angeschwemmter Müll

Durch die Gründung von PNSF wollen Theresa und David die Kampagne von Davids Vater fortführen, erweitern und dem größtmöglichen Publikum vorstellen und den Menschen überall auf der Welt bewusst machen. PNSF versucht eine gewisse Sensibilität zu kreieren um die Verschmutzung durch Plastik ins Bewusstsein der Menschheit zu rücken – und dies von den VAE ausgehend in den Rest der Welt.

 

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