Theresa und David

Theresa und David Wernery haben fast ihr ganzes Leben in den VAE verbracht. Theresa wurde in Abu Dhabi geboren, besuchte in England die Schule und studierte auch dort an der Universität die Fachrechtung Recht.

David kam mit 9 Jahren nach Dubai. Er ist aufgewachsen in Papua-Neuguinea, den VAE, Ägypten und in Deutschland, wo er auch Recht und Internationale Beziehungen studierte. David ist ein Gründungsmitglied der Emirates Environmental Group und auch Mitglied der Natural History Group in Dubai.

Theresa und David lieben die Natur und verbringen die Mehrzahl ihrer freien Stunden draußen – Theresa ist eine Wasserrate, sie ist auf Wasserski oder am Strand in ihrem Element. David liebt die Wüste und die Berge. Seit ihrer Kindheit sind die beiden mit ihren Eltern viel gereist und haben viel in der freien Wildbahn gezeltet. So sind sie schon seit frühester Jugend sehr mit der Umwelt verbunden, da gerade beim Zelten die Umwelt sehr bewusst wahrgenommen wird. Beide Elternpaare haben Theresa und David bereits in jungen Jahren intensiv gelehrt, Umwelt und Natur zu lieben, zu respektieren und zu schützen und so können sie mit Stolz behaupten, dass der Umweltschutzgedanke tief in ihnen verwurzelt ist.

Diese Umwelt ist nun durch die unterschiedlichsten Faktoren immer mehr bedroht. Und dies geschieht zunehmend durch Plastik – vorwiegend durch Einwegplastik. Unter Einwegplastik ist Plastik zu verstehen, welches wir nur einmal benutzen und dann ohne große Überlegung wegwerfen. Hierbei handelt es sich um Dinge wie Plastikflaschen, Plastiktüten, Verpackungsmaterial, Shampooflaschen etc.

Theresa und David Wernery

Theresa und David Wernery

Um Aufmerksamkeit für diese wichtige Problematik zu erregen, wurde im Sommer 2010 dann PlasticNotSoFantastic (PNSF) ins Leben gerufen und die Planung für die Expedition rund um die Welt begann.

Für beide junge Leute bedeutet diese Expedition rund um die Welt riesige Veränderungen – privat und beruflich. David war bereits sieben Jahre als Rechtsberater für die Regierung von Dubai tätig, Theresa arbeitete als Finanzberaterin in einer lokalen Handelsbank. PNSF ist nun der gemeinsame neue „Arbeitgeber“ – für beide ein „neuer Job“. Allerdings ein äußerst schlecht bezahlter Job und dies macht den beiden natürlich ein wenig Angst. Sie müssen 18 Monate oder vielleicht sogar mehr ohne festes Einkommen (über)leben und danach werden alle Ersparnisse aufgebraucht sein und sie werden nach ihrer Rückkehr finanziell von vorne anfangen. Dies verursacht natürlich ein etwas komisches Gefühl, denn jeder strebt ja heutzutage nach finanzieller Sicherheit. Und diese geben Theresa und David nun freiwillig auf – für lange 18 Monate oder noch ein wenig länger.

Was sie auch schmerzt ist die Auflösung ihres Haushalts. Sie haben lange hin und her überlegt, ob sie nicht lieber alles ins Lager stellen, um nicht nach ihrer Rückkehr von vorne anfangen zu müssen. Aber ein Lager anmieten kostet Geld, das sie aber dringend für die täglichen bzw. monatlichen Grundkosten brauchen wie z.B. Kranken-, Lebens-, KFZ – Versicherung, die ein riesiges Loch in das schmale Monatsbudget reißen. Also wurde der Entschluss gefasst, so viel wir nur möglich zu verkaufen.

Auch haben sich die beiden in den letzten drei Jahren seit ihrer Hochzeit in ihrem Haus sehr wohl gefühlt. Sie werden dies und auch ihren selbst angelegten Garten vermissen. Bei beiden kommt auch eine gewisse Wehmut auf bei dem Gedanken, dass sie bald kein wirkliches Zuhause mehr haben werden – sie können nicht mehr einfach heim fahren, die Tür schließen, die Beine hochlegen und gemütlich vor dem Fernseher sitzen. Ihr Refugium wird in Kürze aus einem Dachzelt, einem Auto und einem kleinen Gasbrenner bestehen. Ein sehr ernüchternder Gedanke – aber vielleicht macht das auch frei, frei von allen Zwängen. Solche Gedanken werden die beiden wohl auf ihrer gesamten Reise begleiten.

 

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