PNSF Expedition Update…März 2012

 

Es hat sich einiges in den letzten Wochen bei uns getan. Grundlegendes ist nun passiert und zwar dass wir wieder kein Heim unser eigen nennen können, da wir Anfang März aus unserer Villa ausgezogen sind. Zweitens sind wir nun auch unsere Residence Visa los.

Ohne Heim zu sein ist nicht ganz so problematisch, da wir beide noch unsere Eltern in den VAE haben: Davids Eltern in Dubai, Theresas Eltern in Abu-Dhabi. Es entstand jedoch ein komisches Gefühl, als wir unsere Möbel verkauft haben und nun unser Leben auf ein paar Koffer und Boxen, die unsere persönlichen Gegenstände enthalten, beschränkt ist. Wir haben uns mehrfach in den letzten Wochen gefragt: Machen wir das Richtige?

Ungewohnter für uns ist jedoch, dass wir jetzt herkömmliche Touristen sind, die alle 30 Tage einen Visa-Run machen müssen und wir so die VAE nicht mehr wirklich als Heimat bezeichnen können. Insbesondere für David, der seit 1987 das gleiche Visa inne hatte, ist dies etwas sehr Ungewohntes. All dies bringt auch so mancherlei Schwierigkeiten mit sich. Die Banken schreiben uns nun täglich eine SMS und fordern uns auf, neue ‘Employment contracts’ und ‘Salary Certificates’ einzureichen, sonst würden demnächst alle Dienstleistungen gestrichen. Auch können wir ganz banale Sachen wie einen Internationalen Führerschein ohne UAE-Residency nicht mehr beantragen, also macht dies nun ein Cousin von David in Deutschland für uns.

Zur Zeit noch nicht geklärt ist, was uns auch immens viele schlaflose Nächte bereitet, dass die Automobilbehörde der VAE uns kein Carnet des Passages für das Expeditionsfahrzeug ohne Aufenthaltsgenehmigung ausstellen möchte. Die Expedition könnte damit bereits bevor es überhaupt los geht, in Gefahr geraten. Das Carnet dient als Fahrzeugpass und ist erforderlich für fast alle Länder der Welt, um ohne Schwierigkeiten und hohe Einfuhrgebühren ins jeweilige Land fahren zu dürfen. Und der letzte Stand der Dinge ist immer noch: no residence visa = no Carnet!!

Unser fehlendes VAE-Visum hat uns auch den Weg durch Saudi-Arabien versperrt, daher halten wir nun an unserem ursprünglichen Plan fest, durch den Iran in die Türkei und nach Europa zu fahren. Der Iran stellt uns immerhin ein Visum für sieben Tage aus.

Aufgrund fehlender Finanzsponsoren haben wir auch beschlossen, die Weltreise in Etappen zu machen. Dies bedeutet, dass wir voraussichtlich 4-6 Monate unterwegs sein warden und danach zurück in die Emirate kommen, um unsere Kampagne fortzuführen und um weitere Sponsorengelder zu bekommen. Etappe 1 geht, wenn alles mit Carnet und Visa klappen sollte, Ende April los – über den Iran, Azerbaijan, Georgien in die Türkei und von dort weiter nach Ost- und Zentraleuropa, wo wir im Juni unser Auto in England von Benzin auf LPG umrüsten werden, so dass wir nicht zu sehr unter den hohen Benzinpreisen leiden müssen. Zurück geht es über Polen, die Ukraine (Krim), Russland, Kazakhstan, Turkmenistan und über den Iran, um im Oktober wieder in den VAE zu sein.

Unterwegs werden wir unsere Zeit mit Besuchen von UNESCO Biosphere Reserves, Schulen und Universitäten und von Plastic Free Campuses, Rotary Clubs und Umweltverbänden aufteilen. In vielen Ländern haben wir bereits Kontakte gefunden und sicherlich wird sich auch einiges unterwegs ergeben.

In den VAE führen wir dann die Kampagne fort. Wir halten durchschnittlich 2-3 Vorträge pro Woche, sowohl an Schulen und Universitäten wie auch in Firmen. Wir haben auch soeben einen sehr erfolgreichen Clean The Desert Event mit Volkswagen Middle East, Siemens, Rotana Hotels, Expat Aktuell, KTM, Averda International und U. Musch’s camel farm abgeschlossen. Diesem ersten Event soll eine Reihe von weiteren Clean-Ups folgen.

Wir suchen auch weiterhin nach finanzstarken Sponsoren für unsere Kampagne und die Expedition.

Zusammen mit Greenbags UAE haben wir auch eine “Spot The Bag Kampagne” gestartet, wobei Firmen Jute Taschen an ihre Angestellen oder Kunden ausgeben können und der Erlös der Käufe an PNSF geht.

 

Spot the bag Campaign

Spot the bag Campaign

 

Über weitere Aktivitäten halten wir Sie hier auf der Seite von Expat Aktuell auf dem laufenden.

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